In Landau gibt es drei Bestattungsunternehmen: Reber, Drangsal und seit November 2025 auch die Trauerhilfe Littig. Mit seiner Neueröffnung hat der erfahrene Bestatter Maximilian Littig ganz eigene Akzente gesetzt: helle, freundliche Räume, Fototapeten mit stilisierten blauen Pflanzen. Wer die Tür öffnet, spürt sofort: Hier darf man traurig sein – und sich trotzdem willkommen fühlen. Kein Ort der Schwere, sondern einer der Ruhe und des Trostes.
Ein Beruf mit Berufung
Mit 14 Jahren machte Maximilian Littig ein Schülerpraktikum in einem Bestattungsunternehmen – und wusste sofort: Das ist mein Beruf. Es geht darum, Menschen zuzuhören, ihre Wünsche zu verstehen und mit eigener Handschrift umzusetzen. Littig hat bereits 16 Jahre in einem Landauer Unternehmen gearbeitet, bevor er - mit 36 Jahren - zusammen mit seinem Kollegen Tobias Göck aus Speyer das eigene Institut eröffnete. Mit innovativen Ideen, die sie hier umsetzen konnten.Räume, die trösten
In seinem Unternehmen gibt es zwei Besonderheiten: Den eigenen Verstorbenen-Umsorgungsraum, in dem Verstorbene würdevoll bis zur Beerdigung ruhen können. Und einen Abschiedsraum, gedämpft in den Farben, ruhig, mit eigenem Eingang und eigener Toilette. Hier dürfen Angehörige ungestört Abschied nehmen von ihren Toten, so lange sie möchten, ohne jemand zu begegnen. Ein privater Ort - für ganz persönliche Momente.
Empathie als Grundhaltung
Hilfreicher Begleiter in schweren Zeiten
Er versucht, sich auf jede Situation einzustellen. Keine Trauer gleicht der anderen: mal ist sie still, mal laut, mal wütend, mal erschöpft. „Ich begegne jedem anders – und versuche herauszuhören, was jetzt gut ist.“
Dass ihm das gelingt, liegt vielleicht auch an seinen früheren Hobbys: Fußball, Boxen, Segelfliegen, Musik. „Da trifft man auf ganz unterschiedliche Menschen. Das hat meinen Blick geweitet – und mir geholfen, mit fast allen Menschen klarzukommen.“
Begleitung in schweren Zeiten
Littig begleitet die Menschen gerne mit einem Bild: "Ein riesiger Berg liegt vor ihnen, scheint anfangs unüberwindbar. Ich gehe mit, zeige Wege, helfe beim Aufstieg – aber den Rucksack müssen die Menschen selbst tragen. Ich kann ihnen Tipps geben, den Gipfel zeigen, aber den Abstieg müssen sie allein gehen.“Seine Frau ist ebenfalls Bestatterin. „Das ist ein großes Glück“, sagt er. „Sie versteht, wenn ich nachts aufstehen muss, weil ein Anruf kommt.“ Auch die beiden kleinen Töchter kennen die Räume. „Leben und Sterben gehören zusammen“, sagt Littig. „Ich will, dass sie das früh begreifen – ohne Angst.“
Hilfe – Schritt für Schritt
Wenn aufgelöste Menschen zu ihm kommen, gilt vor allem eines: Schritt für Schritt. „Wir kümmern uns. Wir leiten durch alles hindurch – vom ersten Gespräch bis zur Beerdigung, von der Aufklärung über neue Bestattungsformen bis hin zu den Formalitäten. Denn es gehören auch viele organisatorische Dinge dazu, die Angehörige in ihrer Trauer oft überfordern: Krankenkassen abmelden, Versicherungen und Abonnements kündigen, Online-Konten schließen, Unterstützung bei der Hinterbliebenenrente, „Das ist praktische Hilfe, die im Hintergrund abläuft und sehr viel Last abnimmt."Bestattungskultur verändert sich - neue Formen gewinnen an Bedeutung
Urnen gibt es auch in fröhlichen Farben - wie das Leben selbst
Auch rechtlich bewegt sich einiges. In Rheinland-Pfalz sind neue Bestattungsformen möglich geworden, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. So entfällt die Sargpflicht für Erdbestattungen – künftig kann auch in einem Leintuch bestattet werden, wenngleich der Transport in einem Sarg erfolgen muss (Sargpflicht bis zur Grabstelle). Asche darf, verschlossen in einer Urne, im eigenen Garten vergraben werden. Auch die sogenannte Hausurne ist nun erlaubt: Wer das zu Lebzeiten verfügt, kann seine Urne zu Hause aufbewahren lassen. Diese Möglichkeit sollte mit Bedacht gewählt werden. " Ich sage nicht, dass eine Urne im Wohnzimmer das Loslassen verhindert, es besteht die Gefahr, dass die Phasen beeinflusst werden bzw. der Abschieds- und Trauerprozess stagniert."
Formen der Erinnerung
Digitale Nähe – auch über Entfernungen hinweg
Für viele Familien ist es heute nicht möglich, beim Abschied persönlich anwesend zu sein. Deshalb bietet die Trauerhilfe Littig zusätzlich ein digitales Gedenkbuch und die Möglichkeit, Trauerfeiern per Live-Stream zu verfolgen. So können Verwandte und Freunde – auch wenn sie weit entfernt leben – Anteil nehmen, Erinnerungen teilen und gemeinsam Trost finden.Gedanken der Gäste der Eröffnungsfeier zum Thema "Bevor ich sterbe, möchte ich..."
Der BLOG - Vorsorge schenkt Frieden
Niemand beschäftigt sich gern mit Abschied und Vorsorge. Doch wer frühzeitig hinsieht, nimmt sich und seinen Angehörigen später viel Last ab. Deshalb bietet Maximilian Littig in seinem BLOG viele verständliche Informationen zu Themen wie Bestattungsvorsorge, digitaler Nachlass, Erbe und Vererben, Patientenverfügung oder modernen Bestattungsformen – ein wertvoller Begleiter, um in Ruhe und mit Klarheit vorzusorgen.Website der Trauerhilfe.Littig https://www.trauerhilfe-littig.de/
Trauerhilfe.Littig auf Instagram
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