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KulturCantina & Wollgeschäft lamyri

Zwischen Kaffee & Kultur, Wolle & kreativen Maschen

Zwei eigenständige Welten, verbunden durch einen Durchgang: rechts die KulturCantina von Claudia Ballester, links das junge Wollgeschäft lamyri von Myriam Dörschel. Hier – im ehemaligen Gefängnishof – verschmelzen Wohlfühlgastronomie und kreative Wollwelt zu einer lebendigen Einheit, in der Nadeln klappern, Kaffee duftet, Kuchen lockt und Menschen sich begegnen. In beiden Räumen stehen Austausch, Kreativität und Begegnung im Mittelpunkt.

lamyri - Wollgeschäft und Strickcafé

"Ohne diese Kooperation hätte ich meinen Traum vom eigenen Wollgeschäft wohl nicht umsetzen können“, sagt Myriam Dörschel. "Hier kann ich mich einerseits in meinem Teil der Fläche auf Wolle, Strickmodelle und Kundenberatung konzentrieren, andererseits aber auch die Infrastruktur und den Raum der KulturCantina nutzen."

Miriam Dörschel in ihrem Wollgeschäft

Im Mai 2025 eröffnete sie ihr Ladengeschäft, Schritt für Schritt wuchs es von einer kleinen Auswahl an Garnen hin zu einem liebevoll zusammengestellten Sortiment mit Naturgarnen aus Norwegen, Frankreich und von deutschen Herstellern. Qualität, Tierwohl und nachhaltige Produktion stehen für sie an erster Stelle. Die Farben ihrer Garne sind sorgfältig aufeinander abgestimmt. Musterpullover oder Schals liegen bereit zur Ansicht, als Inspiration, was man stricken oder häkeln könnte.

"Bei mir kann man die Wolle in die Hand nehmen, die Qualität fühlen, man weiß gleich, was man hat, das ist ein ganz anderes Einkaufen als im Online-Handel."

Zusätzlich bietet Dörschel ein Strickcafé an – montags, wenn die KulturCantina geschlossen ist, verwandelt sich der gemütliche Raum in ein Strickcafé. „Man kann einfach kommen, ohne Anmeldung oder Verpflichtung. Es gibt keine Anleitung, es geht um Begegnung, Austausch und Freude am Handwerk."

KulturCantina - Mittagstisch, Lesungen, kleine Konzerte

Claudia Ballester in der KulturCantina

Seit 2014 gibt es sie schon, die KulturCantina von Claudia Ballester. Ein Ort, der für viele ein zweites Zuhause ist. „Viele sagen, beim Mittagessen ist es wie nach Hause kommen“, erzählt Ballester. Es ist diese familiäre Atmosphäre, die den kleinen Gastraum ausmacht – und die Menschen, die ihn mit Leben füllen. Stammgäste, die sich beim Essen über den Tisch hinweg unterhalten, Fremde, die sich kennenlernen. „Wenn ich aus der Küche rausschaue und sehe, wie sich die Menschen unterhalten, dann denke ich: Das ist Teil meiner Lebensphilosophie – die Nähe zu Menschen ist mir wichtig, Nähe, die vielerorts verlorengegangen ist."

In der Corona-Zeit trug sie genau diese Nähe durch die Krise. „Ohne meine Stammgäste hätte ich das nicht überlebt“, erinnert sie sich. „Sie standen jeden Tag mit ihren Schüsseln vor der Tür, über Monate hinweg. Wir unterstützen dich, sagten sie, weil wir wollen, dass du auch hinterher noch da bist.“

Kultur für alle, zu humanen Preisen

Einmal im Monat verwandelt sich die KulturCantina in eine Bühne. Lesungen, szenische Lesungen, Musikabende – im Winter drinnen, im Sommer als Hofkonzerte unter freiem Himmel. Im Gastraum gibt es Platz für 25 Gäste, im Sommer im Hof waren es auch schon mal 120.

Ballesters Ziel: Kultur und Begegnung für alle. „Meine Preise sind bewusst human gehalten, weil ich mir wünsche, dass jeder die Möglichkeit hat, herzukommen, einen Kaffee zu trinken, etwas zu essen, oder ein Konzert zu erleben."

Das Leben ist Veränderung

Die KulturCantina entstand einst gemeinsam mit einer Freundin. „Sie kam aus dem hauswirtschaftlichen Bereich, ich war Buchhändlerin – wir haben uns wunderbar ergänzt.“ Doch mit der Zeit änderte sich vieles. Nachdem meine Mitgründerin krankheitsbedingt aufhören musste, habe ich fast 10 Jahre lang Gastronomie und Buchhandlung alleine geführt, bevor ich mich entschloss, zum Frühjahr dieses Jahres mit den Büchern aufzuhören. "Café und Bücher – das war irgendwann zu viel für mich allein. Und Veränderung gehört zum Leben.“

Claudia Ballester und Miriam Dörschel

Als Myriam Dörschel die Idee hatte, im freigewordenen Raum einen Wolleladen einzurichten, war schnell klar: Das passt. Eine Verbindung, die sich richtig anfühlt – denn beide Frauen lieben ihre Arbeit und füllen sie mit Kreativität, Mut und Herzblut.

So wurde aus Veränderung ein Neubeginn: zwei Räume, die sich ergänzen und gegenseitig bereichern. Kaffee & Kultur, Wolle & Strickatelier – eine kleine Wohlfühlwelt mitten in Landau.


INFOBOX
KulturCantina und lamyri im ehemaligen Gefängnishof, Ostbahnstraße 3

https://www.kulturcantina.de

Mittagstisch & Cafe, Lesungen, kleine Konzerte

https://www.lamyri.de/

Wollgeschäft & Strickatelier

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Redaktion

Fotos © Redaktion

Tags: #KulturCantina  #Wolle  #Wollgeschäft  #lamyri  #MyriamDörschel  #ClaudiaBallester  #Cafè  #Mittagstisch  #Lesung  #Konzert