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Hinter den Kulissen bei Antenne Landau

Menschen, Stimmen und Themen aus der Region

Ein Mikrofon, viele Gesichter: Für uns hat Antenne Landau ein besonderes Video produziert. Es zeigt die Menschen, die hier täglich am Radioprogramm arbeiten – von der Moderation über die Redaktion bis hin zum Schnitt. Das Besondere: Das Mikrofon wird immer an die nächste Person weitergereicht. So entsteht ein lebendiger Rundgang durch die einzelnen Stationen des Senders.

Man hat gefühlt 10 Dinge im Blick

Damit nicht nur die Bilder sprechen, haben wir uns außerdem mit Ella Dümig, einer Volontärin bei Antenne Landau, unterhalten. Schon früh wusste sie: „Irgendwas mit Medien, das wollte ich unbedingt machen.“

Ella Dümig

Radiomoderation klingt spielerisch leicht, ist in Wirklichkeit aber Schwerstarbeit. „Man hat gefühlt zehn Dinge gleichzeitig im Blick“, erzählt sie. „Die Uhrzeit, die Nachrichten, die Wettervorhersage, die Staumeldungen, der nächste Song, der nächste Beitrag, Werbung, Gewinnspiele – und das Ganze soll locker klingen und neugierig machen auf den nächsten Beitrag.“ Das Zauberwort heißt Durchhörbarkeit: Die Sendung soll im Fluss bleiben, damit Hörerinnen und Hörer dabei bleiben.

Regionalität zählt

Antenne Landau setzt bewusst auf regionale Themen. "Das ist interessant für unsere Hörer und Hörerinnen. Sie wollen wissen, was in der Region los ist. Deshalb werden am Anfang vieler Beiträge sogenannte Ortsmarker genannt (z.B. Landau oder Neustadt), da wir auf einen regionalen Anteil in einer Stunde kommen müssen. Dieser Anteil startet, nachdem wir einen Ortsmarker gesagt haben." Damit werden die Beiträge automatisch zugeordnet, so dass Menschen vor Ort wirklich ihre Region wiederfinden. Denn genau das erwarten sie, wenn sie Antenne einschalten.

Wer hört eigentlich Radio?

Die Zielgruppe liegt vor allem bei Hörerinnen und Hörern über 40, musikalisch begleitet von den 80ern bis heute. Und wo hört man eigentlich Radio? "Vor allem im Auto – zum Beispiel morgens auf dem Weg zur Arbeit, beim Bringen der Kinder in die Schule, oder es läuft mit auf der Arbeit oder zu Hause." Die junge Moderatorin gibt zu: In ihrer Altersgruppe (20–28) läuft eher Spotify oder Amazon Music. „Aber im Auto ist Radio unschlagbar.“

Und wer gerade nicht im Auto sitzt, kann Antenne Landau natürlich auch überall unterwegs hören – ganz einfach mit der kostenlosen Antenne-Landau-App.

Der Ablauf einer Sendung ist sekundengenau am Bildschirm geplant

Drei Shows, klare Struktur

Spannend ist auch, wie das Programm organisiert ist: Drei feste Shows – morgens, mittags, abends – haben absolute Priorität. Diese Sendungen dürfen nicht ausfallen, dafür muss im Sender immer mindestens ein dreiköpfiges Moderationsteam bereitstehen. Pressetermine oder Straßeninterviews werden drum herum geplant.

Teamgeist und Feedback

Neben dem Alltag im Studio schwärmt Ella Dümig vor allem vom Team. Zwischen 20 und 28 Jahre alt sind sie alle, voller Energie, kreativ. „Ich freue mich wirklich jeden Tag auf die Arbeit“, sagt sie. „Antenne ist menschlich, unkompliziert – einfach schön. Und die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, denn in einem kleinen Sender bekommt man alle Arbeitsabläufe mit. Jeder kann alles."

Das Video von Antenne Landau gibts hier:

Studioleiter Frederik Stübing - Radiomensch durch und durch

Studioleiter Frederik Stübing

Wenn Frederik Stübing über Radio spricht, spürt man sofort seine Leidenschaft. Als Studioleiter ist er verantwortlich dafür, welche Themen die Hörerinnen und Hörer erreichen. „Wir treffen uns jeden Tag im Team, sammeln Ideen und entscheiden, was wirklich interessant ist“, erzählt er. Nicht jede Geschichte schafft es auf Sendung – und selbst die ausgewählten Beiträge werden stark gekürzt. „Am Ende gilt: Kill your darlings. Auch wenn ein Thema spannend ist, bleibt oft nur eine knackige 40-Sekunden-Version übrig. Entscheidend ist, dass ein guter O-Ton oder ein kleiner Soundeffekt hängenbleibt.“

Antenne Landau finanziert sich komplett über Werbung

„Unterstützung von außen gibt es nicht. Wir finanzieren uns über Werbung: mit regionalen Partnern genauso wie mit großen Unternehmen. Deshalb müssen wir unsere Hörer sehr genau kennen und sind auf Umfragenergebnisse angewiesen." Zweimal im Jahr liefern bundesweite Media-Analysen zwar Zahlen, aber für ein kleines Sendegebiet wie Landau sind die Ergebnisse kaum aussagekräftig. „Viel wichtiger ist für uns das Gespür vor Ort – zu wissen, was die Menschen bewegt und wie wir sie direkt erreichen.“

Auch sichtbar zu sein, gehört dazu: Unterwegs ist das Senderlogo immer präsent – auf dem Mikrofon, auf Flyern oder den Autos. „Wenn wir draußen unterwegs sind, sollen die Leute sofort erkennen: Da ist Antenne Landau.“ Gerade diese Nähe unterscheidet für ihn das Radio vom Fernsehen. „Fernsehen ist Hochglanzpolitur, Radio dagegen nahbar, ein täglicher Begleiter.“ Am liebsten ist er deshalb direkt bei den Menschen auf der Straße, hört ihnen zu, spricht mit ihnen. „Das ist viel spannender, als nur am Telefon miteinander zu reden.“

Und was wäre sein größter Wunsch, wenn er einmal unabhängig von Budget und Zeit entscheiden dürfte? Stübing überlegt nicht lange: „Genug Zeit haben, überall hinfahren, die Geschichten vor Ort erleben und die Menschen persönlich treffen – das wäre für mich das Schönste."

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Redaktion

Fotos © Redaktion

Tags: #Radio  #Antenne  #Medien  #lokal  #Sender  #FrederikStübing  #Programm