Dass Frank Hüsken Macher ist, merkt man sofort im Gespräch. Er hat die Firma CAR-TOP aufgebaut, die heute mit vielen Franchiseunternehmen bundesweit unterwegs ist. Privat macht er Musik, betreibt die Plattform landau-lebt.de, organisiert große Hilfsaktionen und ist aktuell im Vorstand beim Offenen Kanal in Landau (OK Weinstraße). Beim Neujahrsempfang der Stadt Landau sah er ein Video, in dem auch unsere Website landau-erzählt.de vorgestellt wurde. Spontan kreierte er einen Song und drehte ein Video für uns. „Zögern ist der Tod einer Idee“, sagt er – und lebt genau danach.
Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, gibt er alles. Sandy, seine Frau, lacht und bestätigt das sofort. Aber: „Ohne sie wäre vieles nicht realisierbar gewesen“, weiß Hüsken. Sie treibt ihn an, hält ihm den Rücken frei und hilft, Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Und bremst auch mal, wenn es nötig ist.
Durchhalten gelernt – und Netzwerke aufgebaut
Sein Durchhaltevermögen hat Wurzeln in der Kindheit und der Zeit im Jugendwerk St. Josef in Landau. "Ich war 13, als ich da hinkam – die Zeit war nicht einfach, aber rückblickend gut. Auch weil ich dort Menschen wie Rolf Stahlhofen (deutscher Musiker und Wasseraktivist, bekannt u.a. als langjähriges Mitglied der "Söhne Mannheims") kennen gelernt habe. Über unsere Musik entstanden neue Freundeskreise und gemeinsame Werte."
Vom Zufall zum bundesweiten Erfolg
Sein Erfolg mit der Fima CAR-TOP begann mit einem Zufall. In Berlin beobachtete er jemanden, der mit einem Lieferwagen von Autohaus zu Autohaus fuhr, Autos putzte und aufbereitete. „Da dachte ich: Das ist mein Job.“Er legte sich ein Fahrzeug zu, investierte in professionelle Ausrüstung und fuhr bundesweit durchs Land, und gründete schließlich die Firma CAR-TOP. Bald tauschte er die Poliermaschine gegen wirksame Pressearbeit. Nachdem unter dem Slogan „Hausbesuch vom Lackdoktor“ eine Doppelseite in der Auto Bild erschienen war, folgten zahlreiche TV-Auftritte – unter anderem live bei Stern TV mit Günther Jauch – und er zog ein Franchisesystem in vielen Städten auf.
Ballons, Enten und ein Autokino

Auftakt fürs Entenrennen. Von links nach rechts: Jonas Kolbenschlag, Heinrich Braun, Frank Hüsken, Rolf Epple

Hilfsaktion in der Garage für das Ahrtal
Gemeinsam auf der Bühne

Frank Hüsken mit Ehefrau Sandy
„Zusammen auf der großen Bühne zu stehen, war sehr aufregend“, sagt sie stolz. „Aber ich dachte mir: Mit meinem Mann an meiner Seite schaffe ich das.“
Heute: ruhiger – aber nicht untätig
Irgendwann sagte der Körper Stop!. Seitdem lebt Frank Hüsken bewusster und ruhiger. Die Ideen sind geblieben.Aktuell engagiert er sich beim Offenen Kanal Weinstraße. Auch das ein Zufall, denn einen der Filmemacher vom OK, Thomas Hoffmann, traf er im Ahrtal bei den Hilfsaktionen. Inzwischen ist Hüsken stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins vom OK und hat Spaß daran, kleine Videos und sie z.B. mit KI-generierten (KI = Künstliche Intelligenz) Songs zu unterlegen. Wie z.B. ein Video über den Seniorenbus und nun aktuell auch zu landau-erzählt, das er für den Offenen Kanal erstellt hat und uns natürlich zur Verfügung stellt (Danke, Frank!):
Was ihm für Landau wichtig ist
Was wünscht er sich für Landau? Für Hüsken ist das klar: den Menschen stärker zu vermitteln, dass das Kaufen bei Amazon und anderen Onlinehändlern einer Stadt schadet, weil nicht mehr lokal gekauft wird. Einseitig ist er da nicht: "Wenn du z.B. eine Kamera kaufen willst, klar, dann schaue im Netz, was es gibt, und zu welchem Preis. Aber bevor du bestellst, gehst du zum örtlichen Händler und fragst, für welchen Preis er dir die gewünschte Kamera besorgen kann. Dann hat er eine echte Chance." Gewerbesteuer müsse vor Ort bleiben, damit Dinge möglich bleiben – eine lebendige Innenstadt, das Vereinsleben oder die Rettung des La Ola.Ein Mensch, der in seinem Leben viel bewegt. Einer, der nicht zögert, sondern macht und so dazu beiträgt, dass Landau lebt.
Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Redaktion
Fotos © Rolf H. Epple, Redaktion, privat
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