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Elite Boxing Landau

Ein Besuch bei Inhaber Henry Bartsch

Wenn Henry Bartsch von Respekt spricht, dann meint er das nicht als Floskel. Er meint es ernst. Im Ring, in der Kneipe, im Berufsleben – Respekt ist für ihn die Grundlage zum Erfolg. „Die Menschen müssen erkennen: Das ist ein anständiger Kerl. Dem kann man vertrauen.“ Vielleicht ist das der Satz, der sich wie ein roter Faden durch sein Leben zieht.

Als gebürtiger Mannheimer und Fußballfan spielte er alle Jugendmannschaften des SV Waldhof Mannheim durch bis zur Oberliga des VFR Mannheim, bevor es in in die Pfalz zog. 25 Jahre war er aktiv als Spieler/Trainer, doch Boxen begleitete ihn schon immer. "Boxen ist für mich ein Ausgleich zum Fußball, das hat mir immer schon Spaß gemacht." Dass er einmal eine Kampfsportschule in Landau betreiben würde, hätte er damals nicht gedacht.

Erfolg im Beruf - das Feierabendbier als Ausgleich

Bartsch, gelernter Automechaniker, startete im Autoverkauf und wurde Verkaufsabteilungsleiter. Danach machte er sich ebenso erfolgreich selbständig als Versicherungsmakler. Doch bei aller Arbeit ließ er sich sein Feierabendbier nicht nehmen – in der Kneipe Memphis, damals so etwas wie ein kultureller Treffpunkt in Landau. "Du bist so oft da, dich kennen alle Leute", meinte der damalige Betreiber. "Du solltest selber ein Lokal eröffnen. Ich mache Schluss, gehe in den Ruhestand, wie wär's wenn du...?"

Fünf gemütliche Kneipen

Die Idee gefiel Bartsch. Er griff zu. Spontan, wie er sagt. Inzwischen betreibt er fünf Kneipen in Landau, die Hexestub in der Trappengasse, S'Eck in der Südstadt, das KÖ11, das 13er in der Königstraße und ganz neu das "Nr 5" gegenüber dem Hauptbahnhof.

Die ersten vier sind Kneipen, in denen vom Fußball bis zum Boxen viele Sportereignisse auf den Bildschirmen laufen. Und in denen geraucht werden darf. "Das sind gemütliche Treffpunkte, eigentlich ein kulturelles Gut", sagt Bartsch. "Denn für manchen hier ist es das zweite Wohnzimmer, es gibt viel Stammpublikum. Da bleibt das Handy in der Tasche, die Leute reden miteinander oder es wird ein Schafkopf geklopft." Ein kulturelles Gut? Ja, denn diese Art gesellschaftlicher Treffpunkte gibt es immer seltener.

Das 13er ist als einziges seiner Lokale rauchfrei: "Damit hier auch Kinder mit FCK-Schal reinkommen und bei den Übertragungen mitfiebern dürfen."

Seine Kampfsportschule betreibt er seit 2021

In den 80er/90er Jahren war Boxen in Landau erfolgreich vertreten– damals in der SÜWEGA-Halle. nach deren Abriss dann in einer Halle in der Industriestraße. Als diese zu klein wurde, konnte Bartsch langfristig eine große Getränkelagerhalle mit 850 qm in der Albert-Einstein-Straße mieten und in eine moderne Kampfsporthalle umbauen. "Ein guter Standort, in der Nachbarschaft gibt es weitere Freizeitangebote. Der Eventpark wird gut angenommen und wir unterstützen uns gegenseitig."

Und was ist so faszinierend am Boxkampf? Barsch muss nicht lange nachdenken. „Der Wettkampf. Zwei stehen im Ring. Beide wissen: Nur einer gewinnt. Beide sind überzeugt, dass sie den Sieg davon tragen und so kämpfen sie mit Leidenschaft, mit viel Adrenalin. Höchste Konzentration, Diszplin, Koordination, schnellste Reaktionsfähigkeit und Ausdauer sind gefordert, jede einzelne Zehntelsekunde. Man muss 100 % fokussiert sein. Und diese spannungsgeladene Atmosphäre überträgt sich auch auf die Zuschauer,"

Gibt es auch Frauen, die boxen?

"Oh ja," sagt er und lacht.: "Der Frauenanteil wächst seit Jahren. Viele kommen zunächst mit einem klaren Ziel: Selbstverteidigung. Das ist oft der erste Gedanke.“

Doch nach einigen Wochen geht es um mehr als Technik. „Sie merken plötzlich, was sie alles können.“ Haltung, Konzentration, Selbstvertrauen. Es geht nicht darum, jemanden zu schlagen. Es geht darum zu wissen: Ich kann mich behaupten. Und diese Selbstsicherheit überträgt sich auch auf den Alltag."

Ähnliches erlebt er bei den Kindern. Manche kommen mit elf oder zwölf Jahren zum ersten Mal ins Training – schüchtern, manchmal unsicher. „Da sind welche dabei, die können am Anfang kaum zehn Sekunden auf einem Bein stehen oder richtig Seil springen“, erzählt Bartsch. Ein paar Wochen später sieht man die Veränderung. „Sie stehen anders da. Aufrechter.“

Und auf eines legt er besonderen Wert. „Ich sage den Kindern immer: "Fair play. Boxen gehört nicht in die Schule. Wenn dich da jemand angreift, geh einfach. Du weißt, was du kannst. Du musst dich nicht schlagen.“

Besonders berühren ihn Abschiede seiner Schüler. „Wenn Eltern ihre Kinder irgendwann abmelden und sagen "Danke für die schöne, lehrreiche Zeit". Dann wisse er, dass mehr geblieben ist als Technik. „Diese gesunde Selbstsicherheit – die nimmt ihnen keiner mehr.“

Mehr als Boxen

Die Halle dient nicht nur dem Training. Manchmal wird aus dem Boxring eine Bühne. „Beim Ring of Rave erkenne ich meine eigene Halle nicht wieder“, sagt Bartsch und lacht. Lichtinstallationen, Lounge-Ecken, elektronische Musik – zweimal im Jahr feiern hier mehrere hundert Menschen bis in den Morgen. Von 22 Uhr bis 6 Uhr läuft die Party mit Sondergenehmigung.

Auch sonst öffnet er die Halle für Kultur und Nachwuchs. Am 1. Mai dürfen junge DJs auflegen, die noch nie vor Publikum gespielt haben. „Die sollen sich ausprobieren können“, sagt er. Außerdem organisiert er große Boxnacht-Events im Universum oder der Festhalle und ist Mitorganisator bei der Fête de la Musique, die jedes Jahr am 21. Juni stattfindet.

Orte für junge Leute

Für Henry Bartsch ist klar: Wir müssen jungen Leuten wieder mehr bieten. "In Saarbrücken beispielsweise pulsiert abends das Leben – überall sind Studenten unterwegs," sagt Bartsch. "Klar, Landau ist kleiner, überschaubarer, da ist es natürlich ruhiger. Aber: Die Anzahl der Studenten, die sich für Landau entscheiden, geht zurück." Bartsch ist überzeugt, dass die wenigen Freizeitangebote dabei eine Rolle spielen.

Sport, Musik, Begegnung – für Bartsch gehört das alles zusammen. „Eine Stadt lebt davon, dass Menschen etwas auf die Beine stellen“, sagt er. „Nicht nur reden, sondern machen.“

Was braucht ein erfolgreicher Unternehmer?

„Spaß an der Arbeit", sagt Bartsch, ohne lange nachzudenken. "Einen langen Atem. Und natürlich auch Glück – aber das muss man sich erarbeiten.“

Henry Bartsch ist keiner, der lange plant und dann zögert. "Ich packe an“, sagt er schlicht. Und vielleicht fasst ein Satz sein Denken am besten zusammen:

„Mach das Beste aus deinem Leben.“

INFOBOX

Website von Elite-Boxing https://eliteboxing-landau.de/

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Artikel der Rheinpfalz Kneipen-Imperium um Nummer 5 erweitert (Bezahlschranke)

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Instagram: Das Kö11

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Redaktion

Fotos © Redaktion, Henry Bartsch

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