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Das Ehrenamt in Landau fördern und koordinieren

Die Tätigkeit der Ehrenamtsbeauftragten Angelika Kemmler

In Landau ist das Ehrenamt lebendig, vielfältig und in allen Bereichen der Stadt spürbar. Ob Sport, Kultur, Umwelt, soziale Projekte oder Integration – überall engagieren sich Menschen, bringen Ideen ein und bereichern das Miteinander. Angelika Kemmler, die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt, koordiniert diese Aktivitäten, unterstützt Vereine und Einzelpersonen und hilft dabei, dass aus Engagement konkrete Begegnungen und Projekte entstehen.

Eine ganze Stelle fürs Ehrenamt – und viele beneiden Landau darum

In Landau gibt es – anders als in vielen anderen Kommunen – eine Vollzeitstelle für das Ehrenamt. „Andere Städte beneiden uns darum“, erzählt Angelika Kemmler. Sie hat eine zentrale Plattform für Ehrenamt in Landau aufgebaut - klar strukturiert, übersichtlich und inspirierend gestaltet. so dass man sich sofort zurechtfindet. Damit vernetzt sie ca. 250 Vereine, Organisationen und Initiativen, informiert über Projekte und Mitmachmöglichkeiten und macht Engagement sichtbar.

Ein Job voller Vielfalt

Die Palette ihrer Arbeit könnte bunter kaum sein: soziale Projekte, Kultur, Umwelt- und Naturschutz, Sport – und immer wieder der Kontakt zu engagierten Menschen, egal welchen Alters. Besonders am Herzen liegt ihr, dass auch jüngere Leute den Weg ins Ehrenamt finden. Ein Beispiel dafür ist der „Parkrun“ – ein niederschwelliges Laufangebot, das jeden Samstag Morgen von Freiwilligen organisiert wird. „Ganz viele Ehrenamtliche sorgen jede Woche wieder dafür, dass dort alles wie am Schnürchen läuft.

Manchmal beginnt alles mit einer einfachen Idee: „Eine Bürgerin erzählte mir von Plauderbänken aus anderen Städten. Da habe ich gedacht: Das passt zu uns. Also habe ich mit Bauamt, Grünflächenamt und Stadtrat gesprochen – und jetzt stehen auch hier in Landau vier bunte Regenbogenplauderbänke, an denen regelmäßig Aktionen stattfinden.“

Begegnung gegen Einsamkeit

Einsamkeit kann jeden treffen – in jedem Alter und in jeder Lebenssituation. “Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen, sagt sie, „und auch in Landau gibt es viele, die sich Kontakt und Begegnung wünschen.“

Genau dort setzen viele Projekte an, zum Beispiel: „Wir öffnen Türen in Landau“, der „Nachbarschaftsadvent“ oder das "Tanzcafe 60 plus" bringt Menschen zusammen. „Aber es gibt noch viel mehr Begegnungsangebote wie Spaziergänge, Spielenachmittag, Kinobesuche, Vorleseaktionen. Und geplant ist jetzt auch eine Disco für Ältere“.

Struktur, Beratung, Wertschätzung

Dankesfest für Ehrenamtliche auf dem Rathausplatz, 2025

Neben Vernetzung, Koordination, Fördermittelbeschaffung und Werbemittelgestaltung gehört auch Beratung zu ihren Aufgaben. „Ich sehe mich als Brücke zwischen Menschen, die etwas bewegen wollen, und den Strukturen, die das möglich machen.“ Verschiedenste Fortbildungsangebote u.a. zu Herausforderungen in der Vereinsarbeit wie Rechtsfragen, Spenden oder Nachwuchsgewinnung unterstützen die ehrenamtliche Tätigkeit.

Wichtig ist ihr aber auch die Anerkennung derjenigen, die sich engagieren, z.B. mit der Ehrenamtskarte des Landes Rheinland-Pfalz: „Die Ehrenamtskarte ist ein kleines, aber wichtiges Zeichen der Wertschätzung – sie sagt: Wir sehen, was du tust.“ Deshalb organisiert sie z.B. auch das jährliche Ehrenamtsfest, das zugleich dem Austausch und der Vernetzung unter den Engagierten dient.

Ihr persönlicher Wunsch, wenn sie die Mittel und Möglichkeiten hätte

„Eine Parkkarte für Ehrenamtliche, damit sie im Rahmen ihres Einsatzes kostenlos parken können. In Flensburg gibt’s das schon – und es wäre auch hier für viele Menschen eine Erleichterung und Anerkennung ihres Engagements.“

Warum engagieren sich so viele Menschen ehrenamtlich?

"Oft sagen mir Ehrenamtliche: Ich bekomme mehr zurück, als ich gebe.“ Für viele sei es der Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun, „über den eigenen Alltag hinaus“. Sie erleben Gemeinschaft, knüpfen neue Kontakte, lernen dazu. „Geld ist nicht der Antrieb – es sind Begegnungen, Dankbarkeit und das Gefühl, gebraucht zu werden.“

Engagement wächst – aber braucht Nachwuchs

„Wir haben ein sehr lebendiges Vereinsleben. Manche hören auf, andere Initiativen entstehen neu. Insgesamt sehe ich eher mehr Engagement als weniger“, sagt sie. „Aber wir müssen Nachwuchs gewinnen.“ Ihr Appell an Interessierte, die noch zögern: „Schaut auf die Website engagement-landau.de. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Und es gibt kein Risiko – man kann jederzeit anfangen und genauso jederzeit wieder aufhören.“ Soziale oder kulturelle Themen, Migration, Bildung, Umwelt, Sport, Brauchtum, Rettungsdienste, Fördervereine und vieles mehr – alles Bereiche, in denen man sich in Landau mit seiner Zeit, seinem Wissen und seiner Freude einbringen kann.

„Der Staat kann nicht alles regeln oder bezahlen", sagt Angelika Kemmler. "Bürgerschaftliches Engagement kann man nicht in Stunden und nicht in Euro messen. Das Gemeinschaftliche ist unbezahlbar.“


INFOBOX
Städtische Website zum ehrenamtlichen Engagement: https://engagement-landau.de/

Koordinationsstelle Ehrenamt Stadt Landau, Angelika Kemmler, Ehrenamtsbeauftragte, Telefon 06341/13-5026, ed.uadnal@SPAMrelmmek.akilegna

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Redaktion

Fotos © Redaktion, Video: Stadt Landau über YouTube (keine YouTube-Cook

Tags: #Ehrenamt  #Ehrenamtsbeauftragte  #AngelikaKemmler  #StadtLandau  #Verwaltung  #WasMachtEigentlich  #Vereine  #Engagement