Seit Mai 2025 ist Carolin Bader neu im Amt, in der neu geschaffenen Stelle für Stadtmarketing – und sie hat von Anfang an keine Zeit verloren. „Ich bin neugierig, möchte alles selbst erkunden und weitergeben“, sagt sie. Ihr Ziel ist klar: Landau sichtbar machen – in seiner Vielfalt, seiner Schönheit und Lebendigkeit.
Mittendrin statt nur dabei

Aufgaben des Stadtmarketing
"Die Aufgaben des Stadtmarketing sind - um mal die wichtigsten Elemente anzusprechen - zuhören, vernetzen und „Brückenbauen“, einen Blick über den Tellerrand werfen, deshalb besuchen wir gerne auch Kollegen in anderen Städten und tauschen uns aus. Wir schaffen Transparenz, beraten, aber wir entwickeln auch aus dem Gehörten und aus dem daraus entstehenden Bedarf neue Konzepte und Ideen, neue Formate, die die Stadt schlussendlich weiterbringen soll. Nicht zuletzt müssen wir das Stadtmarketing auch auf strategisch sichere Beine stellen, mit einer gut durchdachten und langfristigen Planung, mit der wir uns momentan intensiv beschäftigen."Netzwerkerin mit Herz

Aktuell ist sie noch viel in der Stadt unterwegs, um sich Einzelhändlern und Gastronomen für einen ersten Austausch vorzustellen. Einige kreative Ideen hat sie bereits umgesetzt: humorvoll gestaltete Baustellenbanner oder ein Parkflyer im lockeren Design, der auf veränderte Verkehrsführungen hinweist. Maßnahmen, die nicht belehrend wirken, sondern die Bürger zum Schmunzeln bringen, aber auch aufklären sollen. So gibt es zum Beispiel einen Link auf den Bannern, der zur Baustellenseite der städtischen Website führt, die von den Damen der Presseabteilung mit den Infos, die sie bekommen aktuell gehalten wird.
Zufahrtsschutzelemente, Kritik und positive Resonanz
Auch ein Thema in Landau: die schwarzen Schutzelemente an den Zufahrtsstraßen zur Innenstadt. Die am Rathaus wurden kürzlich in Abstimmung mit dem Bauamt bepflanzt. „Natürlich gibt es immer ein paar Stimmen, die alles negativ sehen“, sagt Bader. Aber diese Elemente seien wichtig für die Sicherheit – etwa für Großveranstaltungen, bei denen Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Marktamt eng zusammenarbeiten müssen. „Die Stadt muss vorbereitet sein – niemand kann oder will persönliche Haftung übernehmen, wenn etwas passiert. Und ja, schön sind die Elemente momentan noch nicht, aber es gibt viele Ideen, wie man sie schöner gestalten kann. Allerdings braucht das alles ein wenig Zeit."Viel Lob hört sie dagegen von Touristinnen und Touristen in Landau, die auch andere Städte kennen und vergleichen. Sie bummeln gerne durch Landau, genießen das Flair in Cafés und Restaurants, freuen sich an der schönen Innenstadt, der entspannten Atmosphäre. „Uns ist bewusst, dass es viel Leerstand gibt-wie in anderen Städten auch. Nicht nur die Wirtschaftsförderung tut alles dafür, um mit Vermietern und Inhabern ins Gespräch zu kommen. Doch das ist leider oft schwierig oder funktioniert manchmal auch gar nicht. Und die Stadt hat natürlich keinerlei Einfluss auf die verlangten Ladenmieten".
Da läuft viel mehr hinter den Kulissen, als man in der Öffentlichkeit sagen kann, betont Carolin Bader. Daher hält sie Kritik an der Stadt, sie würde hier "nicht genügend tun", nicht für gerechtfertigt.
Mehr Miteinander und Wertschätzung

Carolin Bader im Gespräch
Und was macht Landau aus?
Für Bader ist es die Vielfalt: Vom belebten Rathausplatz bis zum vielen Grün – z.B. der Schillerpark oder Goethepark, mit wenigen Schritten erreichbar. "Als ich vom Dorf in die Stadt zog, hieß es: Da hast du doch viel weniger Grün." Aber das Gegenteil ist der Fall. Und das Angebot in Landau an Cafés, Geschäften, Festen, kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen kann sich aus ihrer Sicht auf jeden Fall sehen lassen.Und ihr Lieblingsort, wenn sie abschalten will?
Spontane Antwort: "Die Kleine Kalmit. Das ist mein happy place. Zu jeder Jahreszeit."Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Redaktion
Fotos © Stadt Landau