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Carolin Bader, Stadtmarketing Landau  zurück zur Übersicht

Carolin Bader, Stadtmarketing Landau

Stadtmarketing heißt für mich, Brücken zu bauen

Seit Mai 2025 ist Carolin Bader neu im Amt, in der neu geschaffenen Stelle für Stadtmarketing – und sie hat von Anfang an keine Zeit verloren. „Ich bin neugierig, möchte alles selbst erkunden und weitergeben“, sagt sie. Ihr Ziel ist klar: Landau sichtbar machen – in seiner Vielfalt, seiner Schönheit und Lebendigkeit.

Mittendrin statt nur dabei

Mit ihrer frischen, offenen Art ist Carolin Bader vom ersten Tag an mittendrin statt nur dabei: Einzelhandel, Bauamt, Wirtschaftsförderung, Ordnungsamt, Büro für Tourismus, Universität, Steuerabteilung, Stadtholding, Presseabteilung – ständig ist sie unterwegs und will wissen, was hier geht. Sie will die schönen Seiten unserer Stadt zeigen, Bürgerinnen und Bürgern einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen, Dinge und Abläufe transparent machen, Hintergründe erklären. Denn wenn man mehr darüber weiß, kann man leichter verstehen, warum manches lange dauert oder Wünsche nicht umgesetzt werden können.

Aufgaben des Stadtmarketing

"Die Aufgaben des Stadtmarketing sind - um mal die wichtigsten Elemente anzusprechen - zuhören, vernetzen und „Brückenbauen“, einen Blick über den Tellerrand werfen, deshalb besuchen wir gerne auch Kollegen in anderen Städten und tauschen uns aus. Wir schaffen Transparenz, beraten, aber wir entwickeln auch aus dem Gehörten und aus dem daraus entstehenden Bedarf neue Konzepte und Ideen, neue Formate, die die Stadt schlussendlich weiterbringen soll. Nicht zuletzt müssen wir das Stadtmarketing auch auf strategisch sichere Beine stellen, mit einer gut durchdachten und langfristigen Planung, mit der wir uns momentan intensiv beschäftigen."

Netzwerkerin mit Herz

Genau dieses Netzwerken liegt Carolin Bader. Von Anfang an hat sie Netzwerktreffen besucht, mitorganisiert oder moderiert. „Grundsätzlich sitze ich in vielen Gesprächsformaten unterschiedlicher Akteure dabei, innerstädtisch wie auch mit externen Partnern.“

Aktuell ist sie noch viel in der Stadt unterwegs, um sich Einzelhändlern und Gastronomen für einen ersten Austausch vorzustellen. Einige kreative Ideen hat sie bereits umgesetzt: humorvoll gestaltete Baustellenbanner oder ein Parkflyer im lockeren Design, der auf veränderte Verkehrsführungen hinweist. Maßnahmen, die nicht belehrend wirken, sondern die Bürger zum Schmunzeln bringen, aber auch aufklären sollen. So gibt es zum Beispiel einen Link auf den Bannern, der zur Baustellenseite der städtischen Website führt, die von den Damen der Presseabteilung mit den Infos, die sie bekommen aktuell gehalten wird.

Zufahrtsschutzelemente, Kritik und positive Resonanz

Auch ein Thema in Landau: die schwarzen Schutzelemente an den Zufahrtsstraßen zur Innenstadt. Die am Rathaus wurden kürzlich in Abstimmung mit dem Bauamt bepflanzt. „Natürlich gibt es immer ein paar Stimmen, die alles negativ sehen“, sagt Bader. Aber diese Elemente seien wichtig für die Sicherheit – etwa für Großveranstaltungen, bei denen Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Marktamt eng zusammenarbeiten müssen. „Die Stadt muss vorbereitet sein – niemand kann oder will persönliche Haftung übernehmen, wenn etwas passiert. Und ja, schön sind die Elemente momentan noch nicht, aber es gibt viele Ideen, wie man sie schöner gestalten kann. Allerdings braucht das alles ein wenig Zeit."

Viel Lob hört sie dagegen von Touristinnen und Touristen in Landau, die auch andere Städte kennen und vergleichen. Sie bummeln gerne durch Landau, genießen das Flair in Cafés und Restaurants, freuen sich an der schönen Innenstadt, der entspannten Atmosphäre. „Uns ist bewusst, dass es viel Leerstand gibt-wie in anderen Städten auch. Nicht nur die Wirtschaftsförderung tut alles dafür, um mit Vermietern und Inhabern ins Gespräch zu kommen. Doch das ist leider oft schwierig oder funktioniert manchmal auch gar nicht. Und die Stadt hat natürlich keinerlei Einfluss auf die verlangten Ladenmieten".

Da läuft viel mehr hinter den Kulissen, als man in der Öffentlichkeit sagen kann, betont Carolin Bader. Daher hält sie Kritik an der Stadt, sie würde hier "nicht genügend tun", nicht für gerechtfertigt.

Mehr Miteinander und Wertschätzung

Carolin Bader im Gespräch

"Natürlich kann man nicht einfach gestalten, was man will. Es gibt so viele Dinge zu beachten, die man als Bürger nicht sieht." Und manchmal bremst auch die Verwaltung mit Vorschriften, gibt Carolin Bader zu. Was sie sich wünscht? "Mehr positiver Spirit in der Stadt, weniger unreflektierte Kritik, sondern ein respektvolles und konstruktives Miteinander. Da wird tatsächlich manchmal mehr über die Kleidung des OB diskutiert, statt über den Inhalt seiner Botschaft. Ich wünsche mir, dass wir alle erkennen, wie viel Schönes wir hier haben - und das auch weitersagen!"

Und was macht Landau aus?

Für Bader ist es die Vielfalt: Vom belebten Rathausplatz bis zum vielen Grün – z.B. der Schillerpark oder Goethepark, mit wenigen Schritten erreichbar. "Als ich vom Dorf in die Stadt zog, hieß es: Da hast du doch viel weniger Grün." Aber das Gegenteil ist der Fall. Und das Angebot in Landau an Cafés, Geschäften, Festen, kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen kann sich aus ihrer Sicht auf jeden Fall sehen lassen.

Und ihr Lieblingsort, wenn sie abschalten will?

Spontane Antwort: "Die Kleine Kalmit. Das ist mein happy place. Zu jeder Jahreszeit."

INFOBOX
Eine gute Erläuterung der Aufgaben von Stadtmarketing und Citymanagement findet sich auf der Seite https://www.kontrast-gmbh.de/de/personalberatung/stadtmarketing-und-citymanagement/. (abgerufen 10.9.25).

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Redaktion

Fotos © Stadt Landau