Loading...

.

.
 zur Übersicht Atelier Art & Style

Atelier Art & Style

Michael Frey zwischen Leinwand und Bühne

Die Tür zum Atelier Art & Style in der Westbahnstraße steht offen. Drinnen hängen farbenprächtige Bilder, auf dem Tisch liegen Pinsel, daneben eine halbfertige Leinwand. Michael Frey mag es, wenn Menschen einfach hereinkommen und sich umsehen. „Keine Scheu“, sagt er. „Einfach neugierig sein.“

Frey, in Queichheim zuhause, ist vieles zugleich: Künstler, Musiker und früherer Leistungssportler. Er malt seit seiner Jugend, steht als Frontsänger mit Bands auf der Bühne und spielte einst Tennis bis in die Regionalliga. Stillstand passt nicht zu ihm – weder auf der Leinwand noch im Leben.

Mit 16 den ersten Ölmalkasten als Geschenk

So fing er an zu malen und bald wollten erste Interessenten eines seiner Bilder haben. Noch heute entstehen in seinem Atelier nicht nur freie Arbeiten, sondern auch zahlreiche Auftragsbilder.

Dann besucht er die Menschen zuhause, schaut sich Räume und Wände an und überlegt gemeinsam, welches Bild am besten passt.

Dabei ist er flexibel: Wenn ein Kunde sagt, das Bild in deinem Atelier gefällt mir, aber der pinke Streifen am Rand stört mich, ist das für ihn kein Problem. „Dann ändere ich das eben, das ändert nichts an meiner Kunst."

Wichtig ist ihm auch, dass seine Kunst wirklich bezahlbar ist.

"Ich will, dass auch junge Paare und alle, die nicht so viel Geld investieren können, sich in ihrem Zuhause an schönen Bildern erfreuen können."

Mit der Band "Friends" in Clubs

Neben der Malerei begleitet ihn die Musik schon sein ganzes Leben. Frey spielt mehrere Instrumente, steht aber meist als Frontsänger auf der Bühne – früher bei Bands wie „Dosenbier“ oder „Fisherman’s Friends“, heute bei „Friends“. Mal regional auf einem Stadtfest oder Weingut, regelmäßig auch im Ausland in verschiedenen Clubs.

Wie es dazu kam? Frey lacht: "Durch meinen 40. Geburtstag, den ich mit Frau und Tochter in einem "-Club in Portugal feiern wollte und sich das ganz anders entwickelte als ich dachte." Am Vorabend saß Frey allein an der Theke und wunderte sich: die kleine Bar fast leer, Frau und Tochter nicht zu sehen, ein seltsames Gefühl. Doch dann – kurz vor Mitternacht tauchten sie plötzlich auf und zogen ihn nach draußen. Plötzlich warteten viele Menschen auf ihn, Glückwünsche von allen Seiten, und in der Mitte der Menge stand ein Hocker mit einer Gitarre. Frey begann zu singen – und der Clubmanager wollte ihn sofort engagieren. Seither tritt die Band "Friends" jedes Jahr in verschiedenen Robinson-Clubs auf.

„Warum buchen die Clubs keine regionalen Bands und sparen sich die teuren Transportkosten für Band und Anhang?“, fragt man sich. Frey lacht: „Weil wir gut sind. Wir können was. Und wir bringen Unterhaltung mit Pfälzer Charme."

Sport hat Frey ebenfalls geprägt

Früher spielte er Tennis bis in die Regionalliga und arbeitete zeitweise als Tennislehrer. Fußball gehörte ebenfalls zu seinen Leidenschaften. Gleichzeitig war er 21 Jahre Jahre als Sonderpädagoge tätig, machte Sport mit seinen Schülern, kreative Malaktionen, Kanutouren oder oder Freizeiten der Pfalz oder Südfrankreich. Unter seinen Schülern waren Musiker wie Frank Hüsken und Rolf Stahlhofen, mit denen er noch heute Kontakt hält.

Bildergalerie: Michael Frey
Impressionen aus der Art & Style-Galerie in der Westbahnstraße

Das Atelierleben hat sich verändert

Corona war ein deutlicher Einschnitt, sagt Frey: „Die Leute zeigen weniger Interesse, gehen seltener in Galerien, kaufen zurückhaltender ein.“ Dazu kommen steigende Preise und die allgemeine Kaufzurückhaltung – viele Besucher überlegen heute zweimal, bevor sie sich ein Bild leisten.

Das Atelier in der Westbahnstraße 24

Und besonders hart traf ihn die lange Straßensperrung direkt vor seinem Atelier. 16 Monate lang war die Straße dicht, erzählt er. Laufkundschaft gab es in dieser Zeit praktisch nicht. Auch Einbahnstraßenregelungen und Parkgebühren führten dazu, dass manche Menschen die Innenstadt inzwischen meiden. „Da merkt man sofort, wie abhängig wir vom Umfeld sind“, sagt Frey.

Trotz allem bleibt sein Atelier ein offener Ort. „Die Leute können einfach reinkommen und schauen“, betont er. Erst wenn Menschen auf ihn zukommen, spricht er mit ihnen – so wie er es immer gehalten hat. Auf diese Weise will er Neugier wecken, nicht Druck erzeugen.

Wie Städte lebendiger und attraktiver werden könnten

Die Stadt will Belebung für die Innenstadt. Frey sagt: Das könnte leicht erreicht werden. Wenn man unbürokratisch bei gutem Wetter kleine Stände aufbauen dürfte, beispielsweise ein Zelt mit Bildern, vielleicht Schmuck oder Kunsthandwerk - einfach dort, wo Menschen vorbeikommen, etwa rund um Stiftskirche und Fußgängerzone. „Denn wenn es etwas zu sehen gibt, kommt Leben in die Stadt“, sagt er.

Warum es das nicht gibt? "Wegen der Bürokratie, die Hürden sind viel zu hoch. Sowas muss Wochen vorher angemeldet werden. Und wegen der hohen Standgebühren. Das kann sich kein kleiner Anbieter leisten. Wenn die Stadtverwaltung wirklich will, dass die Stadt belebt wird, muss sie da etwas ändern. Bürokratie erleichtern. Standgebühren senken.

Frey selbst denkt mit 69 noch lange nicht ans Aufhören. „Ich bin ein kreativer Mensch“, sagt er. Still sitzen und den Tag mit ein paar Runden Fahrradfahren verbringen – das kann er sich nicht vorstellen. Lieber malt er, macht Musik, tüftelt handwerklich oder unterstützt junge Menschen bei Praktika und Mappen für ein Kunststudium.

Seine Überzeugung: Kunst soll zugänglich sein und neugierig machen. Und wer sein Atelier betritt, merkt schnell, dass Michael Frey genau das lebt – mit kräftigen Farben, viel Energie und der Freude daran, Menschen für Kunst zu begeistern.

INFOBOX

Homepage von Art & Style https://www.art-und-style-landau.de/

Art & Style auf Instagram

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Redaktion

Fotos © Redaktion

Tags: #Frey  #MichaelFrey  #Art&Style  #Kunst  #Malerei  #Friends  #FischermansFriends  #Westbahnstraße  #Malwerkstatt  #Malkurse